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Rhönrad-Turnen in Korschenbroich-Kleinenbroich
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Rhönrad-Turnen in Korschenbroich-Kleinenbroich

Rhönrad ist eine eher seltene Sportart und wird beim TV Germania Liedberg trainiert. Wir waren bei einem Training in der Halle dabei.

Veröffentlicht: Dienstag, 23.06.2026 12:00

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Große Metallräder rollen durch die Halle, mittendrin die Turnerinnen. Beim Training des TV Germania Liedberg wird schnell deutlich, dass Rhönrad weit mehr ist als nur eine Abfolge von Drehungen im Turngerät. Was von außen oft leicht und elegant wirkt, verlangt in der Praxis viel Kontrolle, Kraft und ein ausgeprägtes Bewegungsgefühl. Wie anspruchsvoll der Sport ist, beschreibt Turnerin Lisa so:

„Was auf jeden Fall schwierig ist, ist der Schwung. Man muss halt auf viele Dinge gleichzeitig achten und die Kraft. Und irgendwann lässt auch die Kraft mal nach und dann wird es halt auch schwieriger.“
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Trainerin Alexandra begleitet die Gruppe beim Training und unterstützt die Turnerinnen bei ihren Übungen. Dabei sei eine individuelle Betreuung besonders wichtig:

„Jeder Turner hat ja seine eigene Übung, hat unterschiedliche Qualitäten, Fähigkeiten und deshalb sind alle Übungen unterschiedlich und jeder braucht auch individuell Hilfestellung“.

Das zeigt sich auch bei Julia, die gerade die Spirale trainiert. Für Alexandra ist dabei vor allem entscheidend, ein gutes Gefühl für das Rad zu entwickeln. Julia selbst beschreibt die Entwicklung im Training positiv:

„Es hat sehr Spaß gemacht und jetzt, wenn es auch anfängt, wirklich gut zu funktionieren, macht es auch immer mehr Spaß.“
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Die Gruppe in Liedberg trainiert nicht nur für den Freizeitsport. Sie nimmt auch an Wettkämpfen teil. Entsprechend wichtig sind wiederholte Abläufe, saubere Technik und Sicherheit im Rad. In der Halle wird deshalb intensiv an den einzelnen Übungen gearbeitet. Rhönrad gilt heute eher als Randsportart, obwohl das Turngerät schon vor rund 100 Jahren erfunden wurde. Beim TV Germania Liedberg wird aber deutlich, dass die Disziplin weiterhin engagiert betrieben wird.

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Nach Angaben von Alexandra beginnen viele Kinder ab dem Grundschulalter mit dem Rhönradsport. Grundsätzlich sei der Einstieg aber in sehr unterschiedlichen Altersgruppen möglich:

„Wir fangen meist mit Kindern ab dem Grundschulalter an. Es gibt aber auch Vereine, die schon jüngere Kinder dabei haben. Es gibt ältere Turner und Turnerinnen. Ich habe schon mit einer 60-jährigen Einsteigerin geturnt. Das ist ganz unterschiedlich. Die ältesten Turner, die es gibt, sind, glaube ich, über 80.“

Damit ist Rhönrad nicht auf eine bestimmte Altersgruppe begrenzt. Entscheidend sind vor allem das Training und der Zugang zum Bewegungsablauf im Rad.

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Neben Kraft und Technik ist es vor allem das besondere Bewegungsgefühl, das viele in der Gruppe am Rhönrad schätzen. Turnerin Letizia beschreibt es so:

„Es fühlt sich irgendwie immer befreiend und so manchmal auch ein bisschen schwerelos an. Ich weiß nicht, es ist meistens ein sehr leichtes Gefühl und so sehr schwungvoll, dynamisch und gleichzeitig aber eben diese Eleganz dabei mag ich sehr gerne. Ich freue mich jedes Mal aufs Training.“

Letizia turnt seit elf Jahren im Rhönrad und ist beim Deutschland-Cup Dritte geworden. Ihr Erfolg zeigt, dass die Sportart auch in einer kleineren Disziplin leistungsorientiert betrieben wird.

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