
Rommerskirchener wegen versuchten Mordes angeklagt
Nach dem Brand in einem Flüchtlingsheim muss sich ab Donnerstag (04.02.) ein 22-jähriger Rommerskirchener wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Mönchengladbach verantworten.
Veröffentlicht: Donnerstag, 04.02.2021 05:00
Die Staatsanwaltschaft legt ihm zur Last, nach einem Streit nachts im August 2020 einen Wohncontainer absichtlich angezündet zu haben, um Menschen zu töten. Der junge Rommerskirchner hatte neben dem Flüchtlingsheim mit Freunden gefeiert und Alkohol getrunken.
Nach dem Brand im August in Nettesheim hatte der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen. Bei dem Streit mit einer Bewohnerin des Flüchtlingsheimes sollen rassistische Beleidigungen gefallen sein. Von daher wird ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht ausgeschlossen. Dem Angeklagten wird neben versuchtem Mord auch schwere Brandstiftung vorgeworfen.
Zeugen hatten die Bewohner des Flüchtlingsheimes rechtzeitig geweckt, so dass niemand verletzt worden war. Dem Angeklagten drohen 15 Jahre Haft.