
Rückblick auf die Schneeglöckchentage in Dormagen
Die Dormagen Knechtsteden finden jedes Jahr die Schneeglöckchentage statt. Dieses Jahr waren wir zu Besuch am Kloster Knechtsteden.
Veröffentlicht: Dienstag, 24.02.2026 14:00
Die meisten Schneeglöckchen blühen von Januar oder Februar bis April. Es gibt aber auch welche, die schon im Oktober anfangen. Wenn man welche gekauft hat, sollte man diese direkt einpflanzen - am besten an einem halbschattigen Platz unter Sträuchern und Bäumen. Es gibt, laut Experten, über 2000 verschiedene Sorten. Zum Beispiel die Sorte Diggory. Sie hat eine Glockenform und ist weiß. Das Grünspitziges Schneeglöckchen ist weiß, an den Außenblättern hellgrün und innen dunkelgrüner.
Funfacts über Schneeglöckchen
Das Schneeglöckchen ist eigentlich giftig, es wird aber dennoch in der Medizin benutzt. Der Stoff Galantamin wird bei Demenz und Alzheimer eingesetzt, um die Merkfähigkeit bei den Menschen zu verbessern. Außerdem können Schneeglöckchen Schnee zum schmilzen bringen. Die Zwiebel verbrennt Kohlenhydrate und die Wärme, die dabei entsteht, lässt den Schnee schmilzen. Deshalb können die Pflanzen auch so früh blühen.
Schneeglöckchentage in Dormagen-Knechsteden
Eine halbe Stunde vor Eröffnung um 8:30 Uhr wird die Schlange vor dem Tor immer länger. Die Menschen stehen dort mit Körben, Kisten und Rollwägen an - alles für die Schneeglöckchen:
"Wir kommen von ziemlich weit her. Wir kommen aus der Vulkaneifel und das ist einfach ein genialer Markt mit ganz vielen Besonderheiten." (Kundin vor Ort)
Der Veranstalter Martin Pflaum ist für die vielen Stände verantwortlich:
"Aus den Niederlanden, aus Belgien, aus Großbritannien sind halt auch die wesentlichen Anbieter hier. Jedes Jahr gibt es deshalb auch immer neue Schneeglöckchen." (Martin Pflaum)
Einer der Experten ist Michael Dreisvogt. Er zeigt seine Schneeglöckchen. Für Laien sehen die Schneeglöckchen auf den ersten Blick erstmal ziemlich gleich aus. Wenn man aber genauer hinschaut, gibts doch einige Unterschiede:
"Das ist das normale Gartenschneeglöckchen und dann kommen wir hier zu denen, die etwas hochpreisiger sind. Das ist "Ice Princess". Diese sieht aus wie eine Seerose. Hier ist noch ein kurioses aus Deutschland. Da sehen die Blätter aus wie ein Widder." (Michael Dreisvogt)
Die normalen Schneeglöckchen bekommt man schon ab acht Euro, eine der anderen kostet aber schon 100 Euro. Es geht aber noch deutlich teurer. Händler Joe Sherman kommt aus Großbritannien und hält den Weltrekord. Für 2000 Euro hat er eine Schneeglöckchen-Zwiebel verkauft. Er hat erklärt warum das so teuer ist:
"Wenn man zwei Pflanzen zusammenbringt, dann dauert es fünf Jahre bis sie blühen. Dann muss man diese nochmal kreuzen. Das dauert dann auch fünf Jahre. Wenn man dann Glück hat, hat man nach 10 Jahren ein Schneeglöckchen so wie man es will. Und das eine muss man dann so vermehren, dass es genug zum verkaufen gibt. Das kann bis zu 18 Jahren von der Idee bis zu mehreren Pflanzen dauern." (Joe Sherman)
Man kann aber auch einfach ein bisschen durch die ganzen Schneeglöckchen-Stände schlendern. Kaufen muss man nicht unbedingt:
"Alle waren glücklich; Wir genießen es einfach. Das Zusammensein und das Stöbern; Die gute Laune der Händler überträgt sich auch auf die Besucher; Weil es der Markt ist. Knechtsteden ist der Markt welcher." (Besucher und Händler zu den Schneeglöckchentagen)