
Seniorenheim in Dormagen rüstet beim Hitzeschutz nach
Nach dem Hitze-Einsatz in einem Seniorenheim in Dormagen kehren nach und nach alle evakuierten Bewohner zurück in die Einrichtung.
Veröffentlicht: Donnerstag, 02.07.2026 04:10
Laut einem Sprecher der Alloheim-Gruppe geht es ihnen insgesamt gut. Hohe Raum-Temperaturen mit über 35 Grad in dem Heim hatten dazu geführt, dass mehr als ein Dutzend der Bewohner in Krankenhäuser gebracht worden sind. Die Feuerwehr half bei dem Einsatz. Mit externen Klimageräten konnte die Temperatur in der Einrichtung um 10 Grad gesenkt werden. 16 Senioren kamen vorsorglich ins Krankenhaus - 30 weitere in ein klimatisiertes Heim nach Grevenbroich. Jetzt geht es in der Einrichtung wieder schrittweise in den Normalbetrieb über, sagt ein Sprecher. Sanierungen am Haus und spezielle Folien an den Fenstern sollen mehr Hitzeschutz bieten. Eine zentrale Klimatisierung der Bewohnerzimmer ist aber nicht vorgesehen.
Kreis ruft Träger zu Hitze-Schutzkonzepten auf
Der Rhein-Kreis Neuss macht noch einmal darauf aufmerksam, dass die Träger von Pflegeeinrichtungen verantwortlich für Hitze-Schutzkonzepte sind. Der Kreis selbst ist Heimaufsichtsbehörde. Das heißt bei Verstößen oder Beschwerden, prüft er diese. Am vergangenen Wochenende gab es Beschwerden wegen zu hoher Temperaturen in einigen Pflegeeinrichtungen. In einem Heim in Dormagen wurden Menschen wegen der Hitze in Krankenhäuser evakuiert. Klimaanlagen in Pflegeheimen gehören nicht zum Standard.