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Silvesternacht: Feuerwehr und Polizei im Einsatz
© Feuerwehr Neuss
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Silvesternacht: Feuerwehr und Polizei im Einsatz

Silvester in Neuss blieb für Feuerwehr und Polizei meist ruhig. In Dormagen-Hackenbroich kam es jedoch zu Angriffen auf Einsatzkräfte. Die Polizei zieht dennoch ein positives Fazit.

Veröffentlicht: Freitag, 02.01.2026 05:59

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Die Kreisleitstelle hat Bilanz zu den Einsätzen zum Jahreswechsel gezogen. Zwischen Mittwoch, 31. Dezember 2025, 7 Uhr, und Donnerstag, 1. Januar 2026, 7 Uhr, wurden 150 Rettungsdiensteinsätze, 54 Brandeinsätze, 64 Krankentransporte und zehn Hilfeleistungen verzeichnet. Bei zwei Einsätzen kam es zu Übergriffen auf Rettungskräfte.

„Ein solches Verhalten ist nicht hinnehmbar und muss konsequent geahndet werden. Die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettung sorgen tagtäglich für die Sicherheit der Menschen in unserer Heimat. Um Bürgerinnen und Bürgern in Notfällen zu helfen, sind sie für deren Wohl oft auch selbst Gefahren und Risiken für die eigene Gesundheit ausgesetzt“, betont Landrätin Katharina Reinhold. „Ich bin allen Einsatzkräften und Helfern für ihr Engagement dankbar. Ihre Arbeit verdient Respekt und Anerkennung. Sie stehen aktiv für das ein, was unsere Gesellschaft starkmacht: der Einsatz füreinander. Ein Angriff auf Einsatzkräfte ist daher auch ein Angriff auf unser Gemeinwohl. Dem gilt es, entschlossen entgegenzuwirken.“

Die beiden Angriffe ereigneten sich in Neuss-Erfttal und in Dormagen-Hackenbroich. Beim Löschen eines Containerbrands in Erfttal wurden Feuerwehrkräfte am 1. Januar gegen 0.20 Uhr mit Böllern beworfen. In Hackenbroich wurden Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr ebenfalls mit Pyrotechnik beworfen. Kräfte der Feuerwehr, die zu einem Brand auf einem Balkon in Dormagen-Hackenbroich ausgerückt waren, wurden dadurch bei den Löscharbeiten behindert. Eine Polizeibeamtin wurde leicht verletzt, konnte aber ihren Dienst fortsetzen. Feuerwehrkräfte wurden nicht verletzt. Es wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet.

Insgesamt liegen die von der Kreisleitstelle verzeichneten Einsatzzahlen auf dem Niveau des Vorjahres.

(Presseinfo Rhein-Kreis Neuss vom 02.01.26)

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Ruhige Silvesternacht in Neuss und Umgebung

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Insgesamt ist die Neusser Feuerwehr 14-mal ausgerückt, weil ein Auto brannte, Feuerwerksreste oder Müllcontainer in Brand geraten waren. Darüber hinaus wurden drei Brandmeldeanlagen ausgelöst. Außerdem kam es zu einem heftigeren Brand eines Gartenhauses mit Anbau an ein Einfamilienhaus. Nach rund 40 Minuten war der Brand unter Kontrolle. Insgesamt war die Silvesternacht für die Feuerwehr ruhig. Sie sagt aber, dass sie dennoch arbeitsreich war. In Grevenbroich, Kaarst, Jüchen und Korschenbroich verlief die Nacht ruhig. In Dormagen musste die Feuerwehr zehnmal ausrücken.

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Angriffe auf Einsatzkräfte in Dormagen-Hackenbroich

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Die Polizei im Rhein-Kreis Neuss zieht insgesamt ein positives Fazit: Es gab rund 50 Einsätze, meist wegen Ruhestörungen oder Streitigkeiten. In Dormagen-Hackenbroich kam es jedoch zu Angriffen auf Einsatzkräfte. Mehrere hundert Personen setzten Pyrotechnik ein, beschädigten Sachen und bewarfen Polizei und Feuerwehr mit Feuerwerkskörpern. Unterstützungskräfte wurden hinzugezogen, um die Lage zu beruhigen. Eine Polizistin wurde leicht verletzt, konnte aber weiterarbeiten. Mehrere Strafverfahren wurden eingeleitet. 

Im Nachgang an diese Ausschreitungen will die Polizei nun konsequent für Aufklärung sorgen und die Verantwortlichen identifizieren. Es sollen auch mögliche Videos ausgewertet werden, die Augenzeugen in der Silvesternacht gemacht haben. Die Polizei ruft dazu auf, möglicherweise sachdienliches Foto- und Videomaterial - auch anonym - unter folgendem Link hochzuladen und so den Ermittlern zur Verfügung zu stellen:

https://nrw.hinweisportal.de/. Außerdem werden Zeugenhinweise telefonisch unter der Rufnummer 02131 3000 oder per Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de entgegengenommen

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