
© SYMBOLBILD | Cherries - stock.adobe.ocm
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Sorgen und Wünsche zum Schulstart im Rhein-Kreis Neuss
Für rund 60.000 Schülerinnen und Schüler im Rhein-Kreis Neuss geht es ab sofort wieder in die Schule. Wir haben zum Schulstart mit Eltern- und Lehrervertretungen gesprochen.
Veröffentlicht: Dienstag, 09.08.2022 14:00
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Der Schul-Unterricht startet wieder und damit auch die Sorgen vor Corona und die Angst wieder in den Distanzunterricht zu müssen. Diese Sorge nimmt die Landesregierung aktuell noch den Schülern, Lehren und Eltern. Aber Sorgen gibt es dennoch genug. Wir haben dazu mit Eltern und Lehrervertretern gesprochen. Das sind ihre Meinungen:
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Dirk Jansen vom Stadtelternrat Neuss:
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Es ist zu begrüßen das die neue Ministerin für Schule, Bildung Frau Feller die Schulen mgeöffnet lassen will. Distanzunterricht hat sich in der Vergangenheit als nicht tragbar gezeigt. Die Lücken die im Lockdown entstanden sind, konnten bislang nicht aufgearbeitet werden. Weder von der Infrastruktur, noch von der Qualifizierung der Lehrkräfte und von den Software Systemen ist Distanzunterricht machbar. Das Testungen individuell und nach eigenem Ermessen stattfinden, halten wir für richtig.Schwere Corona Erkrankungen bei Kindern ist eher selten der Fall. Sorge bereitet den Eltern in erster Linie die Energiekrise. In öffentlichen Gebäuden (bzw. städtischen Einrichtungen wie z.B. Rathaus) soll die Temperatur herab gesenkt werden. Wir hoffen nicht, das so etwas auch für Schulen entschieden wird. Da die Stadt Neuss bisher nichts in die Lüftungstechnik der Klassenräume zur Vorbeugung investiert hat, könnte es zu großen Problemen kommen. Die Städte/Kommunen, Gemeinden und das Land NRW müssen dringend in veraltete Infrastrukturen mder Schulen investieren. (Sonnenschutz, Wärmedämmung, Internet, Toilettenanlagen etc.)
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Christine Neuschäfer vom Stadtelternrat Dormagen:
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Folgende Themen sehen wir für das kommende Schuljahr als aktuelle Herausforderungen an:
- Unterichtsausfälle/Überlastungen des Schulsystems wegen Corona-Infektionen der Lehrer
- Unzureichende Möglichkeiten von Digitalunterricht bei Krankheit einzelner Schüler
- Auswirkungen Energiesparmaßnahmen auf Schulen
- Auswirkungen Energiesaparmaßnahmen auf Schwimmunterricht in den Schulen
- Steigende Inflation, Auswirkungen auf allgemeine Schulkosten (Klassenfahrten, Schulmaterial, etc)
- Überlastung der Lehrer und OGS-Mitarbeiter wegen Personalmangel
- Investitionsstau im Schulsystem wegen zusätzlichen Kostenbelastungen der Kommunen z.B. durch Flüchtlingsunterkünfte, Energiekosten, etc.
Wir wünschen uns zum Schulstart einen offenen und transparenten Austausch sowohl mit den Vertretern der Stadt als auch mit den Vertretern der Schulen und Elternschaft, umso die Herausforderungen gemeinsam angehen zu können, sodass im besten Sinne für unsere Kinder gehandelt wird.
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Caroline Lensing von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im Rhein-Kreis Neuss:
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Die bisherigen Corona-Regeln der NRW-Regierung reichen nicht aus.Es wird zuviel Verantwotung den Schulen überlassen. Bei den Corona-Testungen für Schülerinnenund Schüler muss es deutlichere Vorgaben vom Land geben. Die Lehrpläne müssen aufgelockert werden, da große Lücken im Lernstoff entstanden sind.
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