
Spezielle Kurse für die Erste Hilfe beim Hund
Damit Hundebesitzer im Notfall richtig reagieren können, bietet der Arbeiter-Samariter-Bund Erste-Hilfe-Kurse für Hunde an.
Veröffentlicht: Freitag, 12.06.2026 09:00
Wenn ein Hund plötzlich zusammenbricht, blutet oder nicht mehr atmet, geraten viele Besitzer schnell in Panik. Um in solchen Situationen handlungsfähig zu bleiben, bietet der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) spezielle Erste-Hilfe-Kurse an. Die Teilnehmer lernen dort lebensrettende Sofortmaßnahmen wie die Herzdruckmassage und Beatmung. Der Ablauf ist laut ASB ähnlich wie beim Menschen: 30 Mal wird der Brustkorb komprimiert und zwei Mal von Mund zu Nase beatmet. Geübt wird dies an einer speziellen Hunde-Puppe, um das Vorgehen sicher zu trainieren.
Teilnehmer üben Beatmung und Herzdruckmassage
Neben dramatischen Notfällen geht es in den Kursen auch um den Alltag mit dem Haustier. Die Teilnehmer erfahren, wie sie Verletzungen richtig versorgen, Verbände anlegen und das Tier auf einen Schockzustand untersuchen können. Laut Kursleiter Daniel Rotjans lässt sich zum Beispiel an der Farbe der Schleimhäute im Hundemaul viel ablesen. Sind diese weißlich verfärbt, deutet das auf einen Schock hin, während ein blauer Ton Probleme bei der Sauerstoffversorgung signalisiert. Grau-marmorierte Schleimhäute können wiederum auf eine Vergiftung hinweisen.
Notfallversorgung bei Verletzungen oder Schock
Für alle Notfälle gilt laut Experten die Grundregel: Ruhe bewahren. Zuerst sollte der Hund gesichert, Atmung und Puls kontrolliert und eventuelle Blutungen versorgt werden, bevor es schnellstmöglich zum Tierarzt geht. Die Kurse für Hundbesitzer finden beim ASB in Düsseldorf und Mönchengladbach statt. Der Kurs kostet 40 Euro.