
Streit um Adoptivkind
In einem Gerichtsstreit um ein Adoptivkind hat ein Paar aus Dormagen jetzt den Kürzeren gezogen. Das Paar hatte ein Mädchen aus Thailand adoptiert und nach Deutschland geholt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 23.10.2019 07:26
Weil es überfordert war, hatte es das Kind nach ein paar Wochen allerdings wieder beim Jugendamt abgegeben. Im Anschluss entbrannte ein Streit um die Lebenshaltungskosten für das Mädchen. Die Behörden wollten, dass das Paar für die Unterbringung des Kindes im Heim zahlt. Es geht für sechs Jahr um rund 220 Tausend Euro. Deshalb zog das Paar aus Dormagen vor Gericht. Es führte an, vom Jugendamt getäuscht worden zu sein und nichts von den psychischen Problemen des Kindes gewusst zu haben. Allerdings hat nach dem Kölner Landgericht jetzt auch das Oberlandesgericht die Klage abgewiesen. Das Paar hätte das Kind in Thailand kennengelernt und hätte sich selbst ein Bild vom Charakter machen können. Der Fall geht voraussichtlich noch vor den Bundesgerichtshof.