
Turnerin aus Dormagen setzt Zeichen gegen Sexualisierung
Die Dormagener Turnerin Sarah Voss hat zum Auftakt der Turn-Europameisterschaft in Basel ein Zeichen gegen Sexualisierung gesetzt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 22.04.2021 05:14
Zu ihren Übungen trug sie einen langbeinigen Gymnastikanzug. Üblich sind beim Frauen-Turnen knappe Anzüge, die einem Badeanzug ähneln. Mit der Aktion hat die 21-jährige Voss bekommen, was sie wollte: Aufmerksamkeit. Denn die deutschen Turnerinnnen wollen der Sexualisierung in ihrer Sportart den Kampf ansagen. Als Teil der deutschen Turn-Nationalmannschaft seien sie für viele jüngere Sportlerinnen auch ein Vorbild, so Voss. Und mit dem langbeinigen Anzug wolle sie eine Möglichkeit aufzeigen, sich ästhetisch zu präsentieren ohne sich bei bestimmten Elementen unwohl zu fühlen. Der Anzug ist beim Turnen ausdrücklich zugelassen. Bisher trugen ihn Turnerinnen aber fast ausschließlich aus religiösen Gründen.