
Untersuchung zeigt Nitratprobleme in Meerbusch
In Meerbusch ist das Wasser aus privaten Brunnen teils zu stark mit Nitrat belastet. Das zeigt eine Untersuchung des Vereins VSR-Gewässerschutz.
Veröffentlicht: Freitag, 31.07.2026 12:42
Proben aus privaten Brunnen untersucht
Der Verein VSR-Gewässerschutz hat im Mai knapp 50 Proben aus privaten Brunnen in Meerbusch entgegengenommen und anschließend ausgewertet. Untersucht wurde dabei die Nitratbelastung im Wasser. Das Ergebnis fällt nach Angaben des Vereins teils deutlich aus. Jede achte Wasserprobe überschreitet demnach den EU-Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter.
Verein kritisiert Düngegesetze
Als Ursache für die schlechten Werte nennt der Verein gesetzliche Regelungen. Nach Einschätzung des VSR-Gewässerschutzes fehlt in Deutschland auch nach fast 35 Jahren eine klare Ausrichtung auf das Ziel, die Nitratbelastung wirksam zu senken. Der Verein kritisiert, Änderungen bei den Düngegesetzen würden sich vor allem daran orientieren, eine Verurteilung durch den Europäischen Gerichtshof zu vermeiden. Besonders kritisch ist die Lage laut VSR-Gewässerschutz in Osterath und Nierst. Dort seien die Belastungen besonders auffällig.