
Urteil im "Hawala-Prozess“ um Meerbuscher Juwelier erwartet
Ein Meerbuscher Juwelier könnte am Dienstag (23.11.) zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt werden. Er ist der angebliche Haupttäter im sogenannten "Hawala-Prozess“.
Veröffentlicht: Dienstag, 23.11.2021 08:38
Der geht am Nachmittag am Landgericht Düsseldorf zu Ende geht. Angeklagt sind insgesamt sieben Männer. Sie sollen mehr als 200 Millionen Euro aus mutmaßlich kriminellen Quellen aus Deutschland in die Türkei transferiert haben. Bei dem Meerbuscher handelt es sich um den Betreiber eines türkischen Juweliergeschäfts. Er soll in seinem Laden große Summen Geld angenommen und diese vorbei an der Bankenaufsicht und den Finanzämtern in die Türkei geschleust haben. Im Prozess hat er ein Geständnis abgelegt. Darin hat er erklärt, er habe zwar gewusst, dass er sich in Deutschland durch Betreiben des Hawala-Systems strafbar gemacht habe, mit dem Vorwurf der organisierten Kriminalität habe er aber nicht gerechnet. Die Staatsanwaltschaft hat für die sieben Angeklagten bis zu fünf Jahre Gefängnis gefordert.