
Urteil im Prozess um Meerbuscher Maisfeld-Mord
Der sogenannten Maisfeldmord in Meerbusch ist nach 31 Jahren aufgeklärt. Der Täter wurde am Dienstagmittag (17.10.) vom Landgericht Düsseldorf auch wegen dieser Tat verurteilt.
Veröffentlicht: Dienstag, 17.10.2023 04:37
Der 63jährige sitzt bereits wegen eines Kindermordes lebenslang im Gefängnis. Bei der Tat im Sommer 1992 hatte der Mörder DNA-Spuren hinterlassen. Diese Spuren waren im vergangenen Jahr nochmals abgeglichen worden. Dabei gab es für die Ermittler einen Volltreffer. Die DNA gehörte zu dem bereits wegen Mordes vorbestraften Mann, der in Düsseldorf aufgewachsen war und Mitte der Neunziger aber in den Schwarzwald gezogen war. Dort hatte der heute 63jährige damals ein Mädchen ermordet. Bis zuletzt hatte dies bestritten und auch, eine Frau in einem Maisfeld am Rhein umgebracht zu haben. Der Verteidiger des gelernten Automechanikers hatte einen Freispruch gefordert. Obwohl der Mann durch die Auswertung von DNA-Spuren schwer belastet worden war, sei die Beweislage aus seiner Sicht viel zu dünn. Er kündigte noch im Gericht an, in Revision gehen zu wollen. Richter Rainer Drees dagegen sah den Fall anders. Nicht nur die DNA-Spuren, sondern auch die Art der Tatbegehung spreche dafür, dass der 63jährige den Mord begangen habe. Die 50jährige Sigrid Corsten sei nämlich ähnlich ums Leben gekommen, wie ein Mädchen Mitte der neunziger Jahre in Süddeutschland, was der Angeklagte ebenfalls getötet hatte und wofür er bereits rechtskräftig verurteilt wurde. Die Strafe - lebenslange Haft mit besonderer Schwere der Schuld - konnte das Gericht heute nicht erhöhen, weil es sich bereits um die Höchststrafe handelt.