
Urteil nach Misshandlung eines Babys in Meerbusch
Nach schwerer Misshandlung eines Babys in Meerbusch muss der Vater ins Gefängnis. Die Mutter erhält eine Geldstrafe.
Veröffentlicht: Freitag, 30.01.2026 15:00
Für die schwere Misshandlung eines Babys in Meerbusch muss der Vater für drei Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Das Düsseldorfer Landgericht sah es als erwiesen an, dass der 27-Jährige seine Tochter in den ersten acht Lebenswochen mehrfach misshandelte.
Geldstrafe für Mutter – Kind lebt in Pflegefamilie
Die mitangeklagte Mutter muss wegen fahrlässiger Körperverletzung eine Geldstrafe von 3.150 Euro zahlen. Die Frau, selbst Krankenschwester, gab an, nichts von den Misshandlungen bemerkt zu haben. Die Verurteilung des Vaters ist rechtskräftig, die der Mutter noch nicht. Nach Bekanntwerden der Taten trennte sich die Mutter von ihrem Mann. Das Kind lebt inzwischen in einer Pflegefamilie. Der Verdacht kam ans Licht, als die Mutter mit dem Säugling vor fast zwei Jahren zur Kinderärztin ging. Die Medizinerin stellte nicht nur fest, dass das Baby völlig dehydriert war. Sie stieß auch auf blaue Flecken, Verbrennungen, einen Bruch der Hand und einen lebensgefährlichen Halswirbelbruch. Die Ärztin verständigte die Polizei.