
Warnung vor möglicher Erft-Überflutung
Der Rhein-Kreis Neuss und die Städte Neuss und Grevenbroich warnen aktuell vor möglichen Überflutungen an der Erft.
Veröffentlicht: Donnerstag, 15.07.2021 11:30
Neuss
Aufgrund der starken Regenfälle von gestern führt die Erft derzeit sehr viel Wasser. Die Pegelstände steigen, es wird erwartet, dass der Peak die Stadtgrenze von Neuss am Nachmittag erreicht. Derzeit sind keine gesicherten Aussagen zur Höhe des zu erwartenden Wasserstandes möglich. Hochwasser infolge von Überflutungen sind deshalb nicht auszuschließen. Die Stadt ist darauf vorbereitet und behält Veränderungen der Lage ständig im Blick.
Neben den Bewohnerinnen und Bewohnern von Häusern in Erftähe sollten auch alle, die in der Vergangenheit bereits von Erft-Hochwassern betroffen waren, entsprechende Vorsorgemaßnahmen ergreifen. Betroffen könnten auch Bereiche rund um den Norfbach sein: So sollten Autos nicht nah an der Erft geparkt werden, sondern hoch gelegene Parkplätze gesucht werden. Häuser sollten vor eintretendem Wasser, sofern dies möglich ist, geschützt, Kellerzugänge und Fenster geschlossen werden. Die Stadt empfiehlt, alles, was nicht nass werden soll, in höhergelegene Stockwerke zu bringen. Bereiten Sie sich darauf vor, die Bereiche notfalls schnell verlassen zu können!
Folgende Bereiche können zuerst und besonders betroffen sein:
Epinghovener Mühle
Reitsportzentrum Gut Neuhöffgen
Firma Brata
Linnéplatz
Schulzentrum
Kinderbauernhof
Cranachstraße
Dürerstraße
Kläranlage Süd
Erftmündung
Erfttal West
Erfttal Ost
Die Stadt bittet von Spaziergängen an der Erft oder dem Norfbach abzusehen.
(Presseinformation Stadt Neuss 15.07.21 13.27 Uhr)
Zusatzinfo der Feuerwehr Neuss:
Neben den Bewohnerinnen und Bewohnern von Häusern der erwähnten Bereiche sollten auch alle, die in der Vergangenheit bereits von Erft-Hochwassern betroffen waren, entsprechende Vorsorgemaßnahmen ergreifen:
- Bitte parken Sie Ihre Autos nicht nah an der Erft. Suchen Sie
hoch gelegene Parkplätze.
- Schützen Sie Ihr Haus vor eintretendem Wasser, sofern dies
möglich ist. Schließen Sie Kellerzugänge und Fenster.
- Bringen Sie alles, was nicht nass werden soll, in höhergelegene
Stockwerke. Bereiten Sie sich darauf vor, die Bereiche notfalls
schnell verlassen zu können.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Ausbreitung des Hochwassers noch sehr ungewiss und die Lage dynamisch. Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Wir informieren, sobald sich die Lage ändert oder neue Erkenntnisse vorliegen.
(Pressemitteilung Feuerwehr Neuss 15.07.21 13.50 Uhr)
Grevenbroich
Aufgrund massiver Regenfälle, insbesondere im Eifeler Quellgebiet der Erft, warnt die Stadt Grevenbroich vorsorglich vor einem möglichen Hochwasser. In Flussnähe könnte es im Laufe des Nachmittags zu Überschwemmungen kommen.
Bürgermeister Klaus Krützen appelliert an die Bürger*innen, vorsorglich die an der Erft tiefergelegenden Gebiete sowie insbesondere „Im Bend“ zu meiden, die Situation in Blick zu halten und ggf. Tiefgaragen zu räumen und Wertgegenstände aus Kellern in Sicherheit zu bringen. Flussaufwärts sind Uferregionen der Erft bereits in Teilen überflutet. Eine exakte Entwicklung kann aktuell nicht prognostiziert werden. Sollte die Erft im Bereich kanalisierter Straßen über die Ufer treten, wird es zu einem Rückstau in den Kanalnetzen durch Wassereintritt über die Schachtbauwerke und Straßeneinläufe kommen.
Die Stadt Grevenbroich hat unter der Nummer 02181 608 3299 eine Infohotline eingerichtet, unter der sich die Bürger*innen über die aktuelle Hochwasserlage und eventuelle städtische Maßnahmen informieren können. Die Stadtverwaltung Grevenbroich und Bürgermeister Krützen beobachten die Hochwassersituation kontinuierlich und informieren über die aktuelle Lage.
(Presseinformation Stadt Grevenbroich 15.07.21 13.32 Uhr)
Rhein-Kreis Neuss
Aufgrund massiver Regenfälle insbesondere im Eifeler Quellgebiet der Erft warnt der Rhein-Kreis Neuss vor einem möglichen Hochwasser. „Es existiert die Gefahr der Überschwemmung von Wohn- und Gewerbegebieten in Flussnähe. Zudem kann es im Falle eines Hochwassers auch zu Wasseraustritten aus Kanälen im weiteren Umfeld der Erft kommen“, so Kreisdirektor Dirk Brügge, der den in der Nacht zu Donnerstag einberufenen Krisenstab leitet. Er appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, „vorsorglich in den an der Erft gelegenen Gebieten tiefer gelegene Wohnbereiche zu meiden, Tiefgaragen zu räumen und Wertgegenstände aus Souterrains und Kellern zu entfernen“. Flussaufwärts sind Uferregionen der Erft bereits in Teilen überflutet. Eine genaue Entwicklung kann aktuell noch nicht prognostiziert werden. Möglicherweise könnte auch der Norfbach betroffen sein.
Das Tief „Bernd“ hat auch im Rhein-Kreis Neuss für Unwetter mit Starkregen gesorgt und die Gewässer bedrohlich anschwellen lassen. Die Leitstelle des Rhein-Kreises Neuss alarmierte in der Nacht auf Donnerstag Feuerwehr und Technisches Hilfswerk zu insgesamt 246 Einsätzen. Mit 85 gab es die meisten Einsätze in der Stadt Dormagen, gefolgt von jeweils 49 in Grevenbroich und Jüchen. 35 Mal mussten die Hilfskräfte in Neuss ausrücken, 15 Mal in Rommerskirchen, achtmal in Meerbusch, dreimal in Korschenbroich und zweimal in Kaarst.
Der Rhein-Kreis Neuss beobachtet die Hochwassersituation kontinuierlich und informiert über die aktuelle Lage.
(Presseinformation Rhein-Kreis Neuss 15.07.21 13.02 Uhr)