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Wieder Mikroplastik im Rhein gefunden
© Stadt Neuss
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Wieder Mikroplastik im Rhein gefunden

Der Rhein ist voller Mikroplastik. Das sagt die Kölner Umweltorganisation KRAKE, die seit einiger Zeit mit einer Müllfalle Plastik aus dem Rhein fischt.

Veröffentlicht: Dienstag, 18.07.2023 04:22

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Dabei ist sie nach eigener Angabe auch auf die Mikroplastikteilchen gestoßen. Die seien zum Teil Stecknadelkopf groß, heißt es von der Umweltorganisation. Bisher ist ja völlig unklar, woher das Plastik kommt. Und nicht nur das - die Kölner Umweltorganisation KRAKE hat die Kugeln auch nur zufällig herausgefischt. Eigentlich wollte sie herausfinden, wie viele Plastikbehälter und andere Plastikverpackungen im Rhein schwimmen. Letztes Jahr hatte die KRAKE deshalb eine "Müllfalle" im Rhein bei Köln installiert und beim Entleeren hat sie dann demnach das Mikroplastik an Pflanzenresten festgestellt. Auch Greenpeace hatte vor rund zwei Jahren in Dormagen Mikroplastik entdeckt. Vor allem rund um den Chempark Dormagen. Und auch Bodenproben aus der Nähe des Chemparks hätten Mikroplastik aufgewiesen. Auch hier wusste man nicht, woher das Mikroplastik stammt.

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Das NRW-Umweltministerium will die neuesten Mikroplastik-Funde im Rhein nicht bewerten.

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Auf NE-WS 89.4 Anfrage bemängelt es, dass es keine genauen Ergebnisse von Seiten der Kölner Umweltorganisation KRAKE gibt. Laut Ministerium gibt es keine Details zur Zielsetzung oder Methodik. Die Umweltorganisation wollte ja eigentlich mit ihrer Sammelaktion vor allem großes Plastik wie Eimer aus dem Rhein holen. Das Mikroplastik war nur ein Nebenfund. Deshalb wurde nach Ministeriumsangaben auch nicht alles an Mikroplastik eingesammelt. Eigene Studien des Ministeriums würden demnach allerdings genau darauf abzielen. Wie das Mikroplastik in den Fluss gelangt, ist unklar. Und auch das Ministerium hat darauf keine Antwort. Es rät daher generell kein Plastik herzustellen oder zu kaufen und vor allem es richtig zu entsorgen.

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