
Wiederbesetzungssperre beim Rhein-Kreis Neuss
Im Rhein-Kreis Neuss sollen frei werdende Stellen künftig zunächst unbesetzt bleiben. Grund sind stark steigende Ausgaben und ein wachsender Sparzwang im Kreishaushalt.
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Die Finanzlage im Rhein-Kreis Neuss ist ernst. Die Kassen so gut wie leer. Deshalb muss der Kreis ab sofort noch stärker sparen. Die Einsparungen haben jetzt auch direkte Folgen für das Personal im Kreishaus. Frei werdende Stellen sollen zunächst nicht sofort neu besetzt werden.
Freie Stellen bleiben vier Monate unbesetzt
Wie die Kreisverwaltung mitteilt, gilt für frei werdende Stellen ab sofort eine Wiederbesetzungssperre von vier Monaten. Diese Regelung soll bis Ende 2027 gelten. Ausnahmen sind nur bei besonders wichtigen Aufgaben vorgesehen. Dazu zählen laut Kreisverwaltung etwa Bereiche, die für die Sicherheit relevant sind.
Steigende Sozialausgaben belasten den Haushalt
Ein Grund für den Sparkurs sind die deutlich steigenden Kosten in gesetzlich vorgeschriebenen Bereichen. Nach Angaben des Kreises wachsen vor allem die Sozialausgaben stetig weiter an. Gleichzeitig wird für den Landschaftsverband Rheinland offenbar eine Rekord-Zahlung fällig. Diese soll bei knapp 195 Millionen Euro liegen. Das entspräche fast einem Viertel des gesamten Kreishaushalts.
Landrätin fordert Unterstützung von Land und Bund
Angesichts der angespannten Finanzlage fordert Landrätin Katharina Reinhold politische Lösungen von Land und Bund- vor allem für den Bereich der steigenden Sozialausgaben.